Riesling

Die spät reifende, sehr winterfeste Sorte ist anspruchsvoll, was die Temperatur des Bodens betrifft -"Kalte Füße" mag die Rieslingrebe nicht - , wächst aber auf unterschiedlichsten Böden. Das führt zu ganz verschiedenen Ausprägungen. Kennzeichnend ist die Säure und der elegante Pfirsichduft. Auch Apfel- und Aprikosentöne oder feine Nuancen von Zitrusfrüchten und Blüten kommen vor. Reifere Rieslinge entwickeln häufig ein Aroma, das man mit Petrolton der Firne beschreibt. Es erinnert entfernt an Petroleum, läßt sich aber mit Worten kaum zutreffend beschreiben. Die Frucht ist saftig und erfrischend, die rassige Säure gibt dem Wein Struktur und einen eleganten bis herzhaften Abgang. Während die Säure in den nördlichen Anbaugebieten dominierend ist, wirken Rieslinge aus Württemberg eher fruchtig und sind zarter ausgeprägt.

Herkunft: Wahrscheinliche Abstammung von einer Wildrebe am Oberrhein, schon 1500 urkundlich erwähnt.

Anteil an Gesamtrebfläche (Deutschland): 23 139 ha (= 21,9 %)

Typische Aromen: Pfirsich, Apfel, Grapefruit, Rosenblüte, Quitte.

hhh
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